Seminarfahrt des W-Seminars „Kleopatra – Entzauberung eines antiken Mythos“ nach Sion im Wallis

Als Gäste der Kurt-Bösch-Stiftung verbrachten zwölf Schülerinnen und Schüler des Seminars der Q 11, begleitet von den Lehrkräften OStRin Linder und StDin Wohlmuth, eine Studienwoche (30.09.-04.10.2019) in den Stiftungshäusern „Maison Blanche“ und „Le Coq“ in Sitten/Sion.


Getreu dem Stiftungsgedanken hatten die Teilnehmer eigenständig für die Unterkunft und Verpflegung zu sorgen und den Essensplan für die Woche vororganisiert. Die gemeinschaftlichen Küchenaktivitäten förderten die Sozialkompetenz, den Zusammenhalt sowie den Gedanken der Nachhaltigkeit, was die sinnvolle Verwertung von Lebensmitteln angeht.

Auch die Aktivitäten der folgenden Tage standen im Zeichen der Stiftungsidee, die die Förderung des sprachlichen und kulturellen Austausches im Gebiet des Kantons Wallis zum Ziel hat. Unter anderem stand eine Stadtführung in Sion auf dem Programm, die die historischen Sehenswürdigkeiten der Altstadt insbesondere aus römischer und mittelalterlicher Zeit beinhaltete, z.B. die St. Theodulskirche mit Überresten römischer Thermen im Untergeschoss oder das Supersaxo-Haus mit prächtiger Holzdecke.

Dann ging es an die Auseinandersetzung mit dem Seminarthema: Antike Quellentexte zur Gestalt der Kleopatra wurden in ihren historisch-biographischen Zusammenhang eingeordnet und von den Schülern kritisch hinterfragt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Studienaufenthaltes lag auf der wissenschaftlichen Arbeit: Zitierweise und Verfahrensweise beim Literaturverzeichnis wurden den Teilnehmern erst theoretisch, dann in praktischen Übungen vermittelt. Ferner erhielten die Seminarteilnehmer individuelle Themen für wissenschaftliche Essays, die sie während des Aufenthaltes in Sion in Eigenarbeit verfassen und auf der Lernplattform Mebis einstellen mussten. Die Lehrkräfte standen beratend zur Seite. So bekamen die Schüler bereits zu Beginn des Seminars einen Eindruck davon, wie einmal das Verfassen einer Seminararbeit aussehen könnte, und hatten die Möglichkeit, wissenschaftliche Techniken praktisch anzuwenden.

Zum Abschluss durften die Teilnehmer noch das auf einer Felseninsel gelegene Schloss Chillon in Veytaux am Genfer See besichtigen (bekannt vor allem die Gefängnisräume – mit ihren ungewöhnlichen Kreuzrippengewölben – durch Lord Byrons berühmtes Gedicht Der Gefangene von Chillon).

Alles in allem lässt sich festhalten, dass diese Woche mit ihren kulturellen und schulischen Aktivitäten ein großer Gewinn für alle Beteiligten war.

Dies ermöglichte nicht zuletzt die großzügige finanzielle Unterstützung der Societas Annensis, der wir an dieser Stelle herzlich danken. Unser Dank gilt ebenfalls der Kurt-Bösch-Stiftung.

(Annette Linder)