Medienpädagogik

Medienreferenzschule

Das Gymnasium bei St. Anna ist eine von 150 „Referenzschulen für Medienbildung“ in Bayern. Die Betonung liegt dabei und „Bildung“. Ausgehend von der Erfahrung, dass die so genannten neuen Medien in den letzten 20 Jahren zu einem Phänomen geworden waren, das auf alle Lebensbereiche der Menschen – also auch unserer Schülerinnen und Schüler – zum Teil revolutionierende Auswirkungen hatte, haben wir uns Anfang 2009 entschlossen, das Thema zu einem zentralen Punkt der Schulentwicklung zu machen. Folgende Meilensteine des Prozesses gab es in den letzten Jahren:

  • 2009: Entschluss, die Medienarbeit zu einem zentralen Baustein der Schulentwicklung zu machen
  • 2010: Bewerbung für das Projekt „Referenzschule für Medienbildung“
  • 2010/11: Neuvernetzung des Schulgebäudes durch die Stadt Augsburg; Pilotschule für den Anschluss an das pädagogische Netz der Stadt München (m@school oder M-Net); Konzeption des Medienwagen „Käschtle“
  • 2011-2014: Ausstattung aller Klassenzimmer und Fachräume mit den Medienwägen
  • 2011-2014: Pilotschule im Projekt „Digitales Bildungsnetz Bayern“
  • Okt. 2012: Offizielle Ernennung zur „Referenzschule für Medienbildung“
  • 2012-2014: Information und Beratung zum „Digitalen Lehren und Lernen“ für Schulen, Sachaufwandsträger, Politiker usw.
  • seit SJ 2013/14: Teilnahme am Schulversuch „lernreich 2.0 – Üben und Feedback digital“
  • SJ 2013/14: Entwicklung einer Mediencharta durch die Schulfamilie; Ausbildung der ersten Medienscouts
  • SJ 2014/15: Implementierung der Mediencharta; Ausbildung der zweiten Gruppe von Medienscouts; Vorbereitungsarbeiten für 2 Laptopklassen in Jgst. 10

Als „Referenzschule für Medienbildung“ haben wir die Aufgabe

  • die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken,
  • die Unterrichtsqualität zu verbessern,
  • das Profil der Schule zu schärfen und
  • als Multiplikator weitere Schulen in der Region zu unterstützen.

Wie sich gezeigt hat, lässt sich die Medienarbeit an der Schule in drei Bereiche gliedern:

 medien

1. Medien als Werkzeuge des Lehrens
Von Anfang an haben wir uns bemüht, möglichst alle Lehrkräfte in den Prozess miteinzubeziehen. Wie sich gezeigt hatte, werden Medien dann im Unterricht eingesetzt, wenn sie

  • problemlos zur Verfügung stehen,
  • zuverlässig und einheitlich funktionieren,
  • den Arbeitsaufwand (letztlich) reduzieren und
  • die pädagogische Kreativität unterstützen.

Das Ergebnis war unser Medienwagen, schulintern schlicht schwäbisch als „Käschtle“ bekannt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Zum Gesamtkonzept hat das Kultusministerium einen Beitrag in der Zeitschrift „Schule & wir“ veröffentlicht.

2. Medien als Werkzeuge des Lernens
Das Mediencurriculum (LINK) beschreibt, wie die Schülerinnen und Schüler während ihrer Zeit am Gymnasium Schritt für Schritt an die neuen Medien herangeführt werden. Erst in der Mittelstufe ist vorgesehen, ganze Klassen mit PCs/Laptops/Tablets auszustatten. Wie der Unterricht aussehen könnte, wie er sich auch verändert, wenn alle Schülerinnen und Schüler über ein eigenen Arbeitsgerät verfügen, erproben wir gerade im Schulversuch „lernreich 2.0 – Üben und Feedback digital“. Die beiden 9. Klassen, in denen der Versuch im 2. Jahr läuft, sollen im nächsten Schuljahr als Laptopklassen mit eigenen Geräten („Bring your own device“) weitergeführt werden.

 3. Medien als Gegenstand der Reflexion
In den Lehrplänen nahezu aller Fächer werden die neuen Medien irgendwann Gegenstand der Betrachtung und der kritischen Überprüfung. Die verschiedenen Perspektiven haben wir im Schuljahr 2012/13 zu einer Mediencharta zusammengeführt, die im SChuljahr 2014/15 auch optisch in die bestehende Schulcharta integriert wurde.
Ein zentraler Aspekt der kritischen Medienarbeit ist der Ansatz, Verantwortung an die Schülerinnen und Schüler zu übertragen. In Zusammenarbeit mit einer Medienpädagogin wurde im Schuljahr 2013/14 die erste Gruppe von Medienscouts ausgebildet, im Schuljahr 2014/15 die zweite. Diese Gruppe von 9.- und 10.-Klässler/-innen gestaltet die Safer-Internet-Tage für die Unterstufe und mittlerweile auch den Safer-Internet-Abend für die Eltern. Sie ist über die Schule hinaus im Einsatz, sowohl an anderen Schularten, als auch an Gymnasien in Schwaben.

 Projekte im Schuljahr 2014/2015:

  • Teilnahme am Schulversuch „lernreich 2.0
  • Erweiterung der Schulcharta um eine Mediencharta
  • Fortbildungen für andere Schulen
  • Safer-Internet-Tag für Eltern
  • Ausbildung von Medienscouts durch Frau Vahl/Frau Schweizer/Herrn Kloß
  • 10-Finger-Tastatur für Jgst. 5

Weitere Informationen unter: www.medienschulen.bayern.de

Links zum Jugendmedienschutz

SaferInternet
Österreichische Seite mit vielen Informationen für Eltern und Jugendliche
http://www.saferinternet.at

Klicksafe
Das deutsche Pendant zu SaferInternet. Die Anleitung zum Umgang mit Facebook finden Sie hier.
http://www.klicksafe.de

BSI für Bürger
Informationsseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Die 10 Tipps zum Umgang mit sozialen Netzwerken finden Sie hier.
http://www.bsi-fuer-buerger.de

Watch your Web
Internetseite mit Informationen für Jugendliche zur Internetnutzung. Unter dem Menüpunkt Hilfe – Tutorials findet man Anleitungen zur Einstellung verschiedener sozialer Netzwerke.
http://www.watchyourweb.de