„fridays for future” wird zu „fairness for future”

Vortrag „fairness for future” von Herrn Prof. em. Heißenhuber, TUM Weihenstephan
für die 9. Jahrgangsstufe (17.10.2019)

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche ging es am Gymnasium bei St. Anna um die komplexen Herausforderungen der Menschheit, die in der Agenda 2030 innerhalb der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele festgeschrieben wurden. Seit 2015 einigten sich alle 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auch erstmals darauf, die Umsetzung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster zu verfolgen. Für Herrn Prof. em. Heißenhuber ist „fridays for future“ eine wichtiger Impuls für den Klimaschutz und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen.


Anhand des Nachhaltigkeitsdreiecks erklärte er das Dilemma, wie wirtschaftlich sinnvolle Entwicklungen in der Vergangenheit bis heute nicht immer mit ökologischen und sozialen Aspekten vereinbar waren und sind. Der Vortrag lautete deshalb „fairness for future“ und beleuchtete auch die vielen, global ungleichen Arbeits- und Lebensbedingungen. Als Hilfspaket setzt die Politik auf Freiwilligkeit, wie beispielsweise bei der geplanten Einführung des „Grünen Knopfes“, der nachhaltige und faire Produktionsbedingungen besiegeln soll. Nach Auffassung von Prof. Heißenhuber fällt das Klimapaket der Bundesregierung zu klein aus.

Um etwas nachhaltig zu bewirken, gab er uns die Empfehlung: „Empört Euch!“ und „Engagiert Euch!“ (von Stéphane Hessel) nicht nur als weitere Leselektüre mit auf den Weg. Und wenn wir persönlich etwas verändern wollen, sollten wir uns genau informieren. Denn der Versuch, Lebensmittel hauptsächlich regional einzukaufen, ist nicht immer einfach umzusetzen. Einen Einblick dazu gibt die ZDF Dokumentation „Regional einkaufen – gute Idee oder Mogelpackung?“:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-regional-einkaufen—gute-idee-oder-mogelpackung-100.html

(Matthias Schilling, Eva Marx)