In den von Frau Trebbels geleiteten Grund- und Leistungskursen Biologie Jahrgangsstufe 13 war Prof. Dr. Antonios Bayas zu Gast. Als leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Neurologie am Universitätsklinikum Augsburg verwandelte er den klassischen Unterrichtsraum in einen Hörsaal.
Dass Neurobiologie alles andere als trocken ist, bewies Prof. Bayas mit einem lebendigen Vortrag, der die Schüler von der ersten Minute an fesselte. Statt starrer Tafelbilder setzte der Mediziner auf eine hoch anschauliche Präsentation.
Mit beeindruckenden Aufnahmen aus dem klinischen Alltag, darunter detaillierte MRT-Bilder und Videos, visualisierte er, was passiert, wenn das komplexe Netzwerk unseres Gehirns aus dem Takt gerät.
Neurobiologie ist ein fester Bestandteil des Lehrplans in der Oberstufe. Doch wie sieht es aus, wenn die komplexen Verschaltungen im Gehirn gestört sind? Prof. Bayas verstand es meisterhaft, die Brücke zwischen schulischem Basiswissen und hochmoderner Medizin zu schlagen.
Besonders anschaulich erklärte der Mediziner komplexe neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder die Multiple Sklerose (MS) – ein Spezialgebiet von Prof. Bayas.
Die Schülerinnen und Schüler konnten dank der visuellen Aufbereitung direkt nachvollziehen, wie Diagnoseverfahren funktionieren und welche modernen Therapieansätze am Uniklinikum Augsburg verfolgt werden.
Die Kooperation zwischen dem Gymnasium bei St. Anna und Experten des Uniklinikums zeigt, wie moderner Unterricht funktionieren kann: vernetzt, praxisnah und inspirierend. Prof. Bayas lobte das hohe Wissensniveau und das Interesse der Kurse. Für die angehenden Abiturienten war dieser Besuch sicherlich eine der einprägsamsten Stunden ihrer Oberstufenzeit – und für manche vielleicht der letzte Anstoß, selbst den Weg in die Medizin einzuschlagen.
Silke Trebbels
