Das Theaterstück „Popcorn oder einsame Explosionen“ bewies uns das Gegenteil. Am Donnerstag, den 20. November, erlebten wir im Abraxas dieses Stück. Es geht um eine humorvolle, aber zugleich gesellschaftskritische Darstellung des Alltags. Ein einziger Schauspieler stellte zum Beispiel vor, wie er nachts nicht schlafen konnte, weil ihn sein Handy vereinnahmt hat. In einer anderen Szene zeigte er, wie seine Freunde ihn ausgrenzten. Immer ging es dabei darum, wie Menschen miteinander umgehen und wie schnell Missverständnisse, Emotionen und persönliche Entscheidungen das Zusammensein verschlechtern können. Der Schauspieler machte deutlich, wie Konflikte entstehen und wie wichtig Kommunikation ist. Als er sich nachts Popcorn zubereitet, wird uns klar, dass damit eine Metapher für das Leben gefunden ist: Jedes Popcorn steht für ein Menschenleben. Popcorn, das nicht explodiert, steht für introvertierte Menschen, die sich nichts zutrauen. Manche Popcorns platzen erst später.
Eine Woche nach unserem Theaterbesuch hatten wir zusätzlich noch einen Workshop mit einer Theaterpädagogin im Deutschunterricht. Zu Beginn stellte sie sich kurz vor und erklärte uns, wie Schauspieler und Schauspielerinnen mit ihrem Körper, ihrer Stimme und ihrer Aufmerksamkeit arbeiten. Anschließend übten wir, unser Selbstbewusstsein zu stärken und die Zusammenarbeit in der Gruppe zu verbessern. Wir machten Aufwärmübungen, Konzentrationsspiele und kleine Improvisationsaufgaben. Dabei sollten wir lernen, spontaner zu werden und uns gegenseitig besser wahrzunehmen. Besonders interessant war eine Übung, bei der wir verschiedene Emotionen darstellen mussten. Wir merkten dadurch, wie wichtig Körpersprache ist. Abschließend überlegten wir, welche Übungen wir in den Alltag mitnehmen können, z. B. für das Präsentieren im Unterricht oder im Umgang mit Mitmenschen. Insgesamt war der Workshop eine abwechslungsreiche und lehrreiche Erfahrung für unsere Klassen.
(Özlem, Anna, Yaqain, Violina für die Klassen 8a und 8b)
