Warum werden Stolpersteine verlegt,
Ist eine Frage, die nicht jeder versteht.
Sie werden verlegt, um Geschichten von Menschen zu zeigen,
Die in den gleichen Orten wie wir wohnten, doch mit viel mehr Leiden,
Mit einer Angst, so groß wie keine andere,
Mit so wenig Personen, die sie nicht sahen als Feinde,
So wenig Widerstand gegen den Hass,
Mit so viel Gewalt an der Macht,
Mit so vielen Schreien, die man nicht hören kann.
Mit so viel Stille, die man nicht ertragen kann,
Mit einem leeren Platz an dem Tisch,
Mit einem anderen Stein im Gemisch,
Mit einem Namen, den du nicht kennst,
Aber dieses Haus, in dem du wohnst, mit diesem Namen brennt,
Mit so viel Trauer in Angehörigen gelassen,
Doch ein Stolperstein kann diese Trauer leichter machen,
Wenn die Person, die einem wichtig war,
In einem Stein vor seinem Haus für immer bleiben darf.
(Aurora)
Im Rahmen des Themenkomplexes „Geschichte erinnern“ wurde in der 11. Jahrgangsstufe ein Projekt zum Thema Stolpersteine durchgeführt. Neben der Dokumentation von Erinnerungsorten wie Straßenschildern, Stolpersteinen und Erinnerungsbändern in Augsburg bildete der Besuch von Terry Swartzberg am 1.12.2025 das Herzstück. Der Erste Vorstand der Initiative Stolpersteine e.V. in München möchte vor allem junge Menschen für den Wert von Erinnerungsarbeit begeistern. Nach einem kurzen Input über die Besonderheiten des Judentums, über die Arbeit des Münchener Vereins und das Projekt Die Weiße Rose Inspirationen für junge Poesie stellte er die Frage in den Raum:
Warum Stolpersteine?
Diese wurde von den Jugendlichen in Form von Gedichten beantwortet. Terry Swartzberg sammelt die Texte, mit dem Ziel zu verhindern, dass „euch das nie wieder passiert“.
Nie wieder ist jetzt.
(Andrea Peter, Geschichtslehrkraft)
