Donnerstag, 18. Dezember 2025, 18:55 Uhr, St. Anna Kirche in Augsburg: Weit über 100 Schülerinnen und Schüler warten auf ihren Auftritt, in den Seitenbereichen, hinten auf der Empore. Morgen beginnen die Weihnachtsferien und gleich wird zum Ende der Probenwoche musiziert. Viele hundert Eltern, Lehrkräfte und Ehemaligen sitzen in schon vorweihnachtlicher Stimmung in den Bänken und auf zusätzlich aufgestellten Stühlen, dicht an dicht. Stimmengewirr, der Kirchenraum vibriert.
Dann Ruhe: Herr Mayr begrüßt die Gäste mit einigen Worten und schon beginnt das Weihnachtsschulkonzert 2025, mit hymnischer Wucht, gleich zum Auftakt die Bläser von der hinteren Empore. Dann ein stillerer Höhepunkt, das Vororchester, vier Unterstufenschüler mit Teilen aus dem 2. Satz der 7. Sinfonie von Beethoven, dieses Wahnsinnsthema, das sich immer mehr steigert, komponiert wurde für ein vollständiges Orchester, wie soll das funktionieren in Kammermusikbesetzung von Elfjährigen? Es funktioniert, sie ziehen uns wunderbar in den Bann Beethovens, Besinnlichkeit, dann großer Beifall. Und weiter, jetzt treten 60 Unterstufenschüler der Chorklassen auf mit „In dulci jubilo“ und „A holly jolly christmas“, dann der Unterstufenchor.
Es geht weiter mit dem zehnköpfigen Kammerstreichorchester des ‚Anna‘, der Camerata Annensis, u.a. mit Edvard Griegs Präludium aus Holbergs Zeit. Dann der Mittel- und Oberstufenchor mit nochmals 50 Sängern und Sängerinnen, auch verstärkt durch Altschüler, Textbeiträge der Fachschaft Religion und Ethik u.a. von Mascha Kaleko, dann das Schulorchester unter anderen mit dem Thema aus Schwanensee, tiefgründig düster der Wirbel der Pauken.
Im Anschluss der Dank der Chormitglieder an unsere drei Musikpädagogen, die das Konzert auf die Beine gestellt haben, Frau Dünzl, Herr Förstl und Frau Graba. Die Aufführung ist gelungen, der Funke ist vom ersten bis zum letzten Takt übergesprungen, die Anspannung jetzt gelöst. Beim gemeinsamen Schlusslied „Vom Himmel hoch, da komm‘ ich her“ erfüllt ein vielhundertstimmiger Chor die Kirche.
Es ist ganz unvermittelt Weihnachten am ‚Anna‘ geworden. Und wer dabei war, kann es bezeugen.
(Thomas Kemmerling, Societas Annensis)
