Vom 8. bis 13. Februar 2025 begaben wir – die Forschungsgruppe des Projekts „e-lernen“, ein interdisziplinäres Team des Gymnasiums bei St. Anna sowie den Universitäten Bayreuth, Bamberg und Amsterdam – uns gemeinsam mit der Klasse 11a auf eine intensive Forschungsreise nach Bayreuth und Bamberg. Unter dem Motto „(Un)-gerechte Lebenswelten erfahren – eine Bildungsintervention“ setzten wir uns in Workshops, Stadterkundungen und Gruppenarbeiten mit sozialer Ungleichheit, Statistik und parzipitativer Forschung auseinander.
Auftakt in Bayreuth: Innovation und Teamgeist
Nach der Ankunft in der Jugendherberge Bayreuth starteten wir mit einer kurzen Einführung, bei der wir der Klasse den Pitch (siehe den Artikel zum Projekthergang) präsentierten und die Klasse an das Projekt und die Inhalte der kommenden Tage heranführte. Am Sonntag ging es dann richtig los. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11a erkundeten in Kleingruppen Stadtteile von Bayreuth und machten sich dabei Notizen zur Wahrnehmung von Ungleichheit. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Open Innovation Lab (OIL) der Universität Bayreuth: Der moderne, modular gestaltete Raum bot nicht nur eine kreative Umgebung, sondern auch eine hervorragende Verpflegung mit Snacks und Kaffee. Hier vertieften wir uns in Workshops zu interdisziplinärer Zusammenarbeit, geleitet von Prof. Dr. Rebecca Preller. Ihr Workshop vermittelte Strategien für effektive Teamarbeit – eine Fähigkeit, die sich im Laufe der Woche als Schlüssel für unsere Projekterfolge erwies.
Bamberg: Datenkompetenz und Stadterkundung
In Bamberg ging es mit neuem interdisziplinären Input weiter. Am Dienstag stand der Workshop „Ungleichheit und Statistik“ von Dr. Jan Schulz-Gebhard von der Uni Bamberg im Mittelpunkt. Hier lernten wir, wie statistische Methoden genutzt werden können, um gesellschaftliche Phänomene sichtbar zu machen. Am Mittwoch führte Leonhard Ipsen, Promotionsstipendiat der Hans Böckler Stiftung, uns dann in einem interaktiven Workshop in die Zusammenhänge von Inflation und Ungleichheit ein. Ergänzt wurde dies durch erneute Stadterkundungen in Kleingruppen in Gebieten wie dem Haingebiet oder dem Stephansberg.
Vom Projekt zur Plattform: Wie geht es weiter?
Die gesammelten Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung unserer interaktiven Lernplattform „e-lernen“ ein, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler bundesweit zu befähigen, soziale Ungleichheit durch datengestützte Analysen zu verstehen und zu diskutieren. Nach der Pilotphase am Gymnasium bei St. Anna soll der Kurs über die openVHB frei zugänglich gemacht werden.
Die Forschungsfahrt war ein intensiver Mix aus Wissenschaft, Praxis und Teamarbeit. Die Zusammenarbeit mit renommierten Expertinnen und Experten und die motivierte Mitarbeit der 11a zeigten, wie Bildung Brücken zwischen Theorie und Alltag schlägt.
Die Forschungsfahrt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
(Linus Heilscher & Benedikt Holland, Q12, Matthias Schilling, und das „e-lernen“-Team)
