{"id":458,"date":"2015-10-26T18:29:55","date_gmt":"2015-10-26T17:29:55","guid":{"rendered":"http:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/?p=458"},"modified":"2017-02-07T17:36:21","modified_gmt":"2017-02-07T16:36:21","slug":"3-tage-im-nirgendwo-radeln-in-rappershausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/?p=458","title":{"rendered":"3 Tage im Nirgendwo \u2013 Radeln in Rappershausen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gym-anna.de\/joomla\/images\/Sport\/smartphone_Bea_053.jpg\" alt=\"smartphone Bea 053\" \/><\/p><\/blockquote>\n<p>Montag Morgen, 7 Uhr 15, Regen, m\u00fcde Gesichter, zu lange Schlange f\u00fcr einen Kaffee&#8230; gew\u00f6hnlicher Start ins Schullandheim. Aber es sollte nicht ganz gew\u00f6hnlich sein und so begann das Abenteuer im hohen Norden Bayerns nach einer langen Zugfahrt gleich mit einer gewagten Mountainbike-Tour, die zu unserer Bleibe f\u00fchrte. Unser vor\u00fcbergehendes Revier: Viele H\u00fcgel, Wind, Regen, ein untaugliches GPS-Ger\u00e4t, sportliche Fahrr\u00e4der und nun ja&#8230; wir. In unserer vollen sportlichen Variet\u00e4t. Aber wir sind nach ungef\u00e4hr 15 km angekommen. Einige waren bereits an ihrem k\u00f6rperlichen Limit angekommen, Tr\u00e4nen flossen, rote Gesichter hingen schlapp \u00fcber den Lenkern, erste Trotzreaktionen wallten auf. Andere rollten nur die Augen&#8230; Diese 15 km bei leichtem Regen, es ginge schlie\u00dflich auch viel schlimmer!<!--more--><\/p>\n<p>Nach einer Stunde Pause und Ankommen im Haus ging es auch schon weiter,, denn schlie\u00dflich waren wir zum Radeln hergefahren. Orientierungsschwierigkeiten geh\u00f6ren nun mal dazu, auch das Warten auf den hinteren Teil der Gruppe, der langsam eintrudelte und japsend nach einer Pause verlangte, die der vordere Teil bereits genossen hatte. Fast alle haben jedoch durchgehalten und ihre mentale St\u00e4rke gezeigt, die durchaus in jedem von uns steckt! Den Nachmittag verbrachten wir an einem See, den einige trotz wechselhaften Wetters f\u00fcr ein schlammiges Bad nutzen \ud83d\ude09 Auf dem R\u00fcckweg tauchten dann die ersten Beschwerden auf: schwere Bein, Muskelkater und nat\u00fcrlich der Hintern, der mit einem harten Sattel gequ\u00e4lt wurde und sehr sehr stark schmerzen kann!<br \/>\nBeim ersten Abendessen wurde uns ein essentielles Problem bewusst: Niemand hatte mit unserer Verfressenheit und unserem Futterneid gerechnet und so brachten wir die K\u00f6chinnen ziemlich ins Schwitzen. Das Lagerfeuer sp\u00e4ter am Abend (nat\u00fcrlich mit Stockbrot) war jedoch ein gelungener Ausklang des ersten Tages. Am n\u00e4chsten Morgen ging es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck direkt wieder auf die R\u00e4der um uns ein bisschen geschichtliches Wissen im ehemaligen Grenzgebiet der innerdeutschen Grenze zu vermitteln. Nach einem irreparablen Platten mussten wir danach aber wieder zur\u00fcck ins Haus um unsere Lage zu besprechen und da unsere Essensvorr\u00e4te langsam knapp wurden, wuchs das Bed\u00fcrfnis nach einem Laden. Trotz Warnungen der dort Ans\u00e4ssigen machten wir uns also bei starkem Wind wieder auf die Suche nach Infrastruktur und Zivilisation, woran wir jedoch ph\u00e4nomenal scheiterten und ein Nickerchen am See einschoben. Die Gegend um Rappershausen ist aber wirklich wundersch\u00f6n, was man sowohl bei den vielen Verschnaufpausen als auch bei rasanten Hangabfahrten auf guten, wenig befahrenen Stra\u00dfen bewundern konnte. Weite Felder, vereinzelt Kircht\u00fcrme, D\u00f6rfer, die sich in ein Tal schmiegen, Traktoren, W\u00e4lder und sogar zwei Rehe wurden mit lautem Geschrei und gro\u00dfen Augen ersp\u00e4ht. Wenn man sich n\u00e4mlich nicht gerade einen Berg hochk\u00e4mpfte oder auf Kieswegen zu bremsen versucht, kann man durchaus ein offenes Auge f\u00fcr die Umgebung haben.<br \/>\nAls wir nun am Dienstag ca. zwei Stunden vor dem Abendessen wieder da waren, einige haben hart gek\u00e4mpft, andere waren gerade erst aufgew\u00e4rmt, konnten wir dank des gro\u00dfen Angebots des Schullandheims unsere Freizeit dementsprechend gestalten. Basketball und Fitness mit Trainer Bolg, Tischtennis, chillen im Zimmer, duschen oder Snapchat-stories im einzigen Raum mit Wlan. Wir hatten tats\u00e4chlich sonst nirgendwo Empfang! Wieder lie\u00dfen wir den Abend mit einem gem\u00fctlichen Lagerfeuer ausklingen (diesmal mit doppelt so viel Stockbrot) und danach ging&#8217;s ins wohlverdiente Bett. Das Programm f\u00fcr den letzten Tag waren sogenannte Mountainbike-Trails, das sind schmale Wege \u00fcber Stock und Stein, \u00fcber Schotter, durch den Wald, steile H\u00e4nge nach oben etc&#8230; Hier gab es allerdings verschiedene Schwierigkeitsgrade und so kamen wir alle mehr oder weniger heil zur\u00fcck um dann die Fahrr\u00e4der zu putzen und anschlie\u00dfend unser letztes Mittagessen einzunehmen. Die R\u00fcckfahrt war um einiges turbulenter als die Hinfahrt, falsches Gleis, falscher Alarm und Passkontrollen am Bahnhof, die m\u00f6gliche Drogenschmuggler aus unserer Klasse entlarvten, aber schlie\u00dflich sind wir alle wieder in Augsburg angekommen und waren wohl teilweise wehm\u00fctig, andererseits froh, so schnell keinen H\u00fcgel mehr hochstrampeln zu m\u00fcssen.<br \/>\nAlles in allem war der (viel zu kurze) Aufenthalt f\u00fcr uns alle aber eine wertvolle Erfahrung. Viele sind sowohl psychisch als auch physisch an ihre Grenzen gekommen, denn das Reisen in gro\u00dfen Gruppen erfordert Toleranz, Geduld und Offenheit f\u00fcr neue Erfahrungen. Trotzdem hatten wir viel Spa\u00df, coole Lehrer, ein ausgewogenes Programm und definitiv einen sch\u00f6nen Abschluss der 10. Klasse.<br \/>\nDanke Frau Bolg und Frau Reger f\u00fcr die coole Idee und die gute Betreuung!<\/p>\n<p>Monika Nowotny<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag Morgen, 7 Uhr 15, Regen, m\u00fcde Gesichter, zu lange Schlange f\u00fcr einen Kaffee&#8230; gew\u00f6hnlicher Start ins Schullandheim. Aber es sollte nicht ganz gew\u00f6hnlich sein und so begann das Abenteuer im hohen Norden Bayerns nach einer langen Zugfahrt gleich mit einer gewagten Mountainbike-Tour, die zu unserer Bleibe f\u00fchrte. 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