{"id":1741,"date":"2017-02-08T19:13:54","date_gmt":"2017-02-08T18:13:54","guid":{"rendered":"http:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/?p=1741"},"modified":"2017-02-10T09:32:52","modified_gmt":"2017-02-10T08:32:52","slug":"abend-der-w-seminare-junge-annenser-innen-praesentieren-ihre-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/?p=1741","title":{"rendered":"Abend der W-Seminare: Junge Annenser\/-innen pr\u00e4sentieren ihre Arbeiten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-1744 alignleft\" src=\"http:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717-150x150.jpg 150w, https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717-570x570.jpg 570w, https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717-380x380.jpg 380w, https:\/\/gym-anna.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/k-IMG_1717-285x285.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Die Pr\u00e4sentation ausgew\u00e4hlter W -Seminararbeiten mit Bestnote \u2013 eine nunmehr schon Tradition gewordene Veranstaltung der Societas Annensis oder, wie Schulleiter P. Schwertschlager in seiner Begr\u00fc\u00dfung sagte, \u201eein ganz besonderer Abend im Schuljahr, der wieder einmal zeigt, was das Anna ausmacht \u201c.<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00; background-color: #99cc00;\"><!--more--><\/span>Da Frau Dr. Gerckens, stets das Gesicht der Societas an diesem Abend, wegen Krankheit fehlte, \u00fcbernahm kurzerhand der stellvertretende Vorsitzende Thomas Kemmerling die Moderation des Abends. Zun\u00e4chst kamen alle von den Kursleitern nominierten Kandidaten\/-innen vor das Publikum und Herr Schwertschlager stellte sie mit Fach und Arbeit kurz vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nominierungen 2017<\/p>\n<p>Philipp Jehle: M\u00f6glichkeiten der Reduktion des Wasserverbrauchs anhand ausgew\u00e4hlter Fallbeispiele (Geographie: Herr Raczkowsky)<\/p>\n<p>Caroline Kurth: Die salafistische Radikalisierung von jungen Menschen in Deutschland &#8211; Hintergr\u00fcnde und Pr\u00e4vention (Religion: Frau Schreiber)<\/p>\n<p>Julian Aschenbrenner: Die Darstellung der Frontier im Western (Deutsch: Herr Hirsch)<\/p>\n<p>Selina Miller: Der Aufstand im Warschauer Ghetto in David Safiers &#8217;28 Tage lang&#8216; (Deutsch: Frau Dr. Weiser)<\/p>\n<p>Luisa Flechtenmacher: Der Aufstieg des Gaius Octavian bis 31. v. Chr. im Spiegel literarischer und arch\u00e4ologischer Quellen (Latein: Frau Wohlmuth)<\/p>\n<p>Jan Claar: Biolumineszenz \u2013 Funktionsweise und m\u00f6glicher Einsatz in der modernen Gesellschaft (Biologie: Herr Niedorf)<\/p>\n<p>Thomas M\u00fcller: Teilnahme am Bundeswettbewerb Mathematik (Mathematik: Frau Haltmayer)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer die Wahl hat, hat die Qual. Schon im Vorfeld hatten sich Schulleitung und Vertreter der Societas f\u00fcr drei Arbeiten aus den F\u00e4chern Geographie, Religion und Deutsch entschieden. Als Anerkennung ihrer Leistung erhielten die vier Sch\u00fcler\/-innen, die nicht in die Endrunde gekommen waren, einen B\u00fcchergutschein und viel Applaus. Anschlie\u00dfend stellten in einer jeweils ca. 20min\u00fctigen Pr\u00e4sentation die drei nominierten Kandidaten\/-innen ihre Arbeiten vor.<\/p>\n<p>Wasser als unentbehrliche Lebensgrundlage: Einleitend kontrastierte Philipp Jehle, der als Erster pr\u00e4sentierte, das Bild eines ausgetrockneten Bodens in Indien mit den Wasserrechnungen in deutschen Privathaushalten, die unseren sorglosen Umgang mit der stets verf\u00fcgbaren \u201ebilligen\u201c Ressource Wasser enth\u00fcllten. An Rechenbeispielen zeigte er Einsparpotentiale beim Wasserverbrauch. Empirie und experimentelles Arbeiten bildeten den Schwerpunkt der Arbeit des Referenten. Er analysierte ausgesuchte Wasserverbrauchssituationen, zum Beispiel das H\u00e4ndewaschen in der eigenen Familie, beschrieb Durchf\u00fchrung und Auswertung des Experiments und errechnete das beeindruckende Einsparpotential von 62 Prozent beim Wasserverbrauch, vorausgesetzt, man beachtet einige einfache Tipps im Umgang mit Wasser (z. B. den Verzicht auf laufendes Wasser beim Einseifen). Analyse und Evaluation der Versuchsergebnisse ergaben hochgerechnet ein Einsparpotential beim j\u00e4hrlichen Wasserverbrauch in Deutschland, mit dem ein mittelgro\u00dfer Bundesstaat in Indien knapp zwei Monate versorgt werden k\u00f6nnte \u2013 \u00a0was ein beeindrucktes Raunen im Publikum ausl\u00f6ste und sicher so manchen Zuh\u00f6rer daran erinnerte, mit Wasser sorgsam und bewusst umzugehen, oder, wie es der Referent abschlie\u00dfend formulierte: \u201eMachen Sie sich das Wasser zum Freund!\u201c Denn schon Goethe wusste: \u201eDas Wasser ist ein freundliches Element f\u00fcr den, der (\u2026) es zu behandeln wei\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Alarmierende Zahlen: Rund 600 Personen bewegen sich allein bayernweit in der salafistischen Szene, Tendenz steigend. Caroline Kurth griff dieses aktuelle Thema auf und untersuchte in ihrer Arbeit die salafistische Radikalisierung von jungen Menschen in Deutschland. Bezugnehmend auf j\u00fcngste Ereignisse beschrieb sie die Salafistenszene in Deutschland und beleuchtete die Gr\u00fcnde der Radikalisierung. Sie benannte f\u00fcnf Faktoren, Wahrheit, Wissen, Gerechtigkeit, Gehorsam und Gemeinschaft (in der Literatur kurz WWGGG genannt) und zeigte auf, inwiefern diese als ideelle Grundlage bei der Rekrutierung junger Menschen dienen, etwa indem sie diesen eine neue Identit\u00e4t und Wertsch\u00e4tzung verleihen. Dass Staat und Politik gegen\u00fcber dieser Bedrohung durch radikale Ideologien nicht unt\u00e4tig geblieben sind, zeigte die Referentin anhand verschiedener Formen der Pr\u00e4vention auf. Dabei ging sie besonders auf die sog. indizierte Deradikaliserung ein. Seit gut einem Jahr existiert das Bayerische Netzwerk f\u00fcr Pr\u00e4vention und Deradikaliserung gegen Salafismus. Unter diesem Dach b\u00fcndeln sich verschiedene Institutionen, die in Zusammenarbeit mit mehreren Ministerien Pr\u00e4ventionsangebote als Antwort auf den radikalen Salafismus entwickelt haben. Mit weiteren Hinweisen f\u00fcr Interessierte beendete die Referentin ihren Vortrag.<\/p>\n<p>Mythos Western: Wer diesem Genre zugetan ist, durfte sich auf die Pr\u00e4sentation von Julian Aschenbrenner freuen. Wer kennt es nicht \u2013 das bekannte Logo der Columbia Pictures? Und welche Assoziationen verbinden wir damit? American Dream und Go west! Damit stimmte der Referent die Zuh\u00f6rer\/-innen ein auf die Eroberung des Westens, auf die US-amerikanische Pionierzeit und ihre Darstellung im Western. In anschaulicher Weise beschrieb er die Lebensbedingungen der \u201eEroberer\u201c im Verlauf des 19. Jahrhunderts, den Mythos der &#8218;Frontiers&#8216;, eines\u00a0nur schwer \u00fcbersetzbaren Begriffs. Kurze Einspielungen von jeweils passenden Filmausschnitten veranschaulichten die erste Phase der Trapper \u2013 Forscher, J\u00e4ger und Fallensteller \u2013 (Das war der Wilde Westen), die Phase der Squatter \u2013 Siedler Viehz\u00fcchter, Goldgr\u00e4ber, Cowboys \u2013 (Der gro\u00dfe Treck \/ Django) und die dritte Phase der Farmer (High Noon \/ In einem fremden Land). Mit dem Oklahoma Land Run 1889 endete die Frontier-Bewegung. Auch heute noch ist dieses Thema von Bedeutung, denn \u2013 wie der Referent abschlie\u00dfend betonte \u2013 leitet sich nicht zuletzt aus der Frontier-Bewegung bis heute das Selbstverst\u00e4ndnis der US-Amerikaner ab.<\/p>\n<p>Alle Referenten\/-innen beeindruckten durch eine professionelle Pr\u00e4sentationstechnik und hohes inhaltliches Niveau sowie einen souver\u00e4nen Umgang mit den anschlie\u00dfenden Fragen des Publikums, so dass die Wahl des \/ der Besten sicherlich jedem Zuh\u00f6rer schwer fiel. Nach einer kurzen Pause, in der das Publikumsvotum ausgez\u00e4hlt und im Auditorium die Pr\u00e4sentationen eifrig diskutiert wurden, stand der Sieger fest: Der erste Preis ging an Philipp Jehle, der sich \u2013 wie auch seine beiden Mitstreiter \u2013 \u00fcber ein sch\u00f6nes Preisgeld freuen durfte.<\/p>\n<p>Nil satis nisi optimum \u2013 nicht nur einen bekannten englischen Fu\u00dfballclub ziert dieses Motto. Auch wer sich von Engagement, Leistung und Niveau junger Annenser\/-innen und damit der Qualit\u00e4t unserer Schule ein Bild machen will, sollte den Abend der W-Seminare nicht vers\u00e4umen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Renate Wohlmuth)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pr\u00e4sentation ausgew\u00e4hlter W -Seminararbeiten mit Bestnote \u2013 eine nunmehr schon Tradition gewordene Veranstaltung der Societas Annensis oder, wie Schulleiter P. 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