Das einzigartige Zeugnis der untergegangenen römischen Stadt Pompeji fasziniert seit Jahrhunderten. Die Archäologie gibt uns bis heute ein lebendiges Bild einer Stadt am Vorabend der Katastrophe, die Plinius der Jüngere in seinen Briefen so eindrücklich schilderte.
Die Arbeit im Seminar startete mit einer Reise nach Pompeji: Wir durchschritten das Ausgrabungsgelände vom Amphitheater bis zur Villa dei Misteri und setzten mit unseren Vorträgen Schwerpunkte, die unsere Seminararbeits-Themen werden könnten.
Der zweite Tag führte uns nach Neapel zu einer Stadtführung durch das Rione Sanità mit einem Fokus auf den Katakomben. Einige interessierten sich für Maradona, der in Neapel quasi als Stadtheiliger fungiert. Danach ging es in das archäologische Museum, um die Originale der Fundstücke aus Pompeji zu betrachten. Der dritte Tag führte uns auf den Vesuv. Mit einer Wanderung am Kraterrand vergegenwärtigten wir uns, was im Jahr 79 n. Chr. hier passiert ist. In Herculaneum erkundeten wir v. a. die Bootshäuser mit den Skelettfunden, weitere Häuser und gut erhaltene Fresken. Der letzte Tag führte uns in die Villa nach Oplontis, die der zweiten Frau Neros zugeschrieben wird.
Mit vielfältigen Eindrücken und Forschungsideen fürs Seminar kehrten wir zurück nach Augsburg. Jetzt können wir nachempfinden, was Goethe in seiner italienischen Reise schrieb: „Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte“. Ein herzliches Dankschön an Herrn Albrecht für die Begleitung und an die Societas Annensis für die finanzielle Unterstützung.
(Dr. Claudia Weiser)
