Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche tauschte die Klasse 6b des Gymnasiums bei St. Anna am 29. Juli 2026 das Klassenzimmer gegen Gummistiefel und Kescher. Auf dem Lehrplan im Fach Biologie stand das Thema Ökologie – und wo ließe sich dieses besser begreifen als direkt am fließenden Gewässer?
Der Treffpunkt für die Exkursion lag am Umweltbildungszentrum (UBZ) Augsburg. Dort wurde die Klasse von ihren Lehrkräften Frau Dr. Finckenstein und Herrn Niedorf sowie dem Leitungsteam der Veranstaltung, Herrn und Frau Cerny, in Empfang genommen. Das Ziel des Vormittags war klar definiert: Die biologische und chemische Untersuchung eines Augsburger Bachs, um dessen biologische Qualität auf den Prüfstand zu stellen.
Ausgerüstet mit Keschern, Lupen und Bestimmungsgläsern ging es für die Sechstklässler direkt an und in das Wasser. Unter Steinen und im Strömungsbereich suchten die Schülerinnen und Schüler eifrig nach den kleinsten Bewohnern des Bachs. Die gefundenen Kleintiere – von Eintagsfliegenlarven bis hin zu Bachflohkrebsen – wurden anschließend mithilfe von Bestimmungstabellen genau identifiziert. Diese biologische Bestandsaufnahme erlaubt direkte Rückschlüsse auf die Sauberkeit und biologische Güte des Fließgewässers.
Am Ende des Vormittags stand fest: Die biologischen Befunde lieferten ein klares Bild über den Zustand des untersuchten Ökosystems. Müde, mit leicht feuchten Socken, aber vollgepackt mit neuem Wissen über die Bedeutung und Gefährdung unserer heimischen Fließgewässer, endete für die 6n ein praxisnaher Projekttag im Grünen. Ein herzlicher Dank gilt Herrn und Frau Cerny vom UBZ für die fachkundige und spannende Leitung dieser Gewässerexkursion!
(Thomas Niedorf)
