Kleist, Der zerbrochne Krug am Münchner Volkstheater

Foto: Münchner Volkstheater

Die Oberfläche schaut einfach aus: Ein Krug ist zerbrochen, der Richter Adam soll den Täter finden. Was sich dahinter verbirgt, zeigt Heinrich von Kleist in seiner Komödie in entlarvender Weise: Als Eve schließlich zu erzählen beginnt, wird deutlich, dass sie nicht nur privat bedroht und erpresst wurde, sondern dass sie Opfer von struktureller Gewalt ist, die das System selbst zu vertuschen versucht.

30 Schülerinnen und Schüler der Deutschkurse (12. Jgst.) erlebten einen beeindruckenden Abend am Münchner Volkstheater, der sie in vielen Hinsichten zum Mitdiskutieren einlud: Licht, Kostüme, Regie, Textkürzungen und die Raumgestaltung auf der Drehbühne boten gute Reflexionsanlässe. Danke an Herrn Schmidt für die Begleitung.

(Dr. Claudia Weiser)