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P-Seminar “Jugendliche Flüchtlinge” bei Premium Aerotec

Im Rahmen des diesjährigen Exkursionstages besuchte das P-Seminar „Jugendliche Flüchtlinge” unter Leitung von Frau Baumann und Herrn Weis das Premium AEROTEC-Werk in der Haunstetter Straße. Premium AEROTEC ist mit ca. 10000 Arbeitsplätzen an fünf Standorten, davon ca. 4000 in Augsburg, einer der wichtigsten Zulieferer für Airbus und Boeing und einer der größten Arbeitgeber in Augsburg.

Schwerpunkt der Tätigkeit ist dabei nicht nur die Produktion von Flugzeugteilen, sondern auch die Entwicklung derselben. Wer im Urlaub in einem Airbus fliegt, sitzt mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer Bodengruppe, die in Augsburg gefertigt wurde. Nach einer allgemeinen Vorstellung der Firma sowie der verschiedenen Berufsfelder durften die Schüler/-innen auch zwei Werkshallen besuchen, in denen Rumpfteile für Airbus-Modelle gefertigt werden. Premium AEROTEC bietet jedes Jahr Praktikumsplätze für Jugendliche an, die sich einen Überblick verschaffen möchten über die beruflichen Möglichkeiten bei dieser Firma, zudem bekommen auch jugendliche Flüchtlinge die Möglichkeit, das Werk und die Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen.

Ein besonderer Dank unsererseits gilt nicht nur der Firma Premium AEROTEC, sondern auch der IHK Schwaben, durch deren Vermittlung diese außergewöhnliche Führung erst möglich wurde.

(Stephan Weis)

Wasser und Wein: Die Bedeutung des Lesens und die Aufgaben schulischer Leseförderung

Da Leseförderung am Gymnasium bei St. Anna eine zentrale Rolle spielt, holte die Fachschaft Deutsch einen ausgewiesenen Experten ins Haus: Prof. Dr. Klaus Maiwald, Ordinarius für Deutschdidaktik an der Universität Augsburg. Auf Einladung der Societas Annensis hielt der renommierte Lehrstuhlinhaber am 17. November 2016 einen kurzweiligen Abendvortrag vor unseren Schülern/-innen der Q11, Kollegen/-innen und Mitgliedern der Ehemaligenvereinigung unserer Schule. Um mit der Titelmetapher zu sprechen: Ohne Lesen ist alles nichts – aber Lesen ist nicht alles. Für die einen ‚Lebenselexier’, ja ein besonderer Genuss, sind Bücher für andere weder ‚der Weg zum Glück’ (Dalai Lama) noch ein Erfolgsrezept.

Am Anfang aber steht in jedem Falle das Vor-Lesen im Sinne dessen, dass gerade junge Leser/-innen Vorbilder brauchen, die ihre Lesebegeisterung vorleben, sei es zuhause oder in der (Vor-)Schule. Deutschlehrer/-innen und Eltern sind im besten Falle auch Bücherwürmer und Leseratten, denen Kinder und Jugendliche nacheifern können. Dazu bedarf es aber nicht nur der Lesefreude, sondern auch jener Lesekompetenz, die erst nach dem deutschen PISA-Schock des Jahres 2000 ins didaktische Bewusstsein rückte und zu einem Paradigmenwechsel in der Leseförderung führte. Wurde diese in den 1990er Jahren vor einer überschaubaren Medienlandschaft noch als bloße Anregung zum literarischen Lesen empfunden, so ist seit den von PISA aufgedeckten Defiziten das funktionalistische und kognitivistische Lesen in den Fokus gerückt. Analog zum Beispiel eines Fußballers, dem elementare Techniken fehlen und der nicht durch einen Top-Fußballschuh spielen lernt, bedarf es bei mangelnder Lesekompetenz kaum bloßer Leseanreize. Unter didaktischer Perspektive gilt es vielmehr, drei miteinander verschränkte Ebenen des Lesens und der Leseförderung zu berücksichtigen: die Prozessebene (Textverstehen) durch Lesestrategien und Lautleseverfahren; die Subjektebene (Selbstkonzept des Lesers) durch freies bzw. Viel-Lesen und anregenden Literaturunterricht sowie die (außer-)schulische soziale Ebene.

In dieser Hinsicht also ist die Fachschaft Deutsch doppelt gefragt – und leistet am 18. November, dem Bundesweiten Vorlesetag, wieder einen Beitrag: Unseren Fünftklässlern/-innen wird in der Mediathek vorgelesen, diesmal von unserer Schulleitung, Herrn Schwertschlager und Herrn Meyr, vom Fachbetreuer Herrn Brenner und von unserer Elternbeiratsvorsitzenden Frau Günther. Dass sich die Vorleser/-in Zeit für die Kinder nehmen – wie sich auch Herr Prof. Maiwald Zeit für unsere Q11 genommen hat – ist vor allem eines: gelebte Leseförderung.

Die Fachschaft Deutsch bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement sowie bei der Societas Annensis für großzügige Förderung des Vortragsabends!

(Dr. Sandra Schwarz)

Bundesweiter Vorlesetag für unsere 5. Jahrgangsstufe

Spannend und lustig sollte ein Buch sein, damit es Kindern als Lieblingslektüre taugt – beidem trug die Bandbreite des Vorleseangebots am 18. November 2016 Rechnung. Klassenweise kamen unsere Fünftklässler/-innen in den Genuss einen etwas anderen Schulvormittages, denn jeweils 45 Minuten verbrachten sie in der Mediathek, wo ‚ihr/-e’ Vorleser/-in schon auf sie wartete. Herr Schwertschlager, Herr Meyr, Herr Brenner und Frau Günther, die Elternbeiratsvorsitzende unserer Schule, nahmen sich Zeit, um den Kindern vorzulesen –

aus den Büchern „Der tätowierte Hund” von Paul Maar, „Dirk und ich” von Andreas Steinhöfel, „Der Brief für den König” von Tonke Dragt, „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt” von Nicholas Gannon und „Die Jungens von Burg Schreckenstein” von Oliver Hassenkamp. Gespannt lauschten die Kinder den verschiedensten Geschichten und folgten dabei ihrem ‚Kopfkino’, waren also, wie auch die Vorleser/-in, eine Zeit lang ganz bei sich. Dass der Vorlesetag aber zugleich ein Gemeinschaftserlebnis ist, machte ihn wie jedes Jahr zu einer ganz besonderen Aktion an unserer Schule.

Und für alle Leseratten, die auch Literaturverfilmungen mögen: Aktuell in Augsburger Kinos angelaufen ist der Kinderfilm „Burg Schreckenstein” von Ralf Huettner.

(Dr. Sandra Schwarz)

Hoher Besuch am “Anna”

Am 7.11.2016 hatten die Teilnehmer/-innen des W-Seminars Olympia aus der Q11 die Möglichkeit, die Augsburger Olympia-Teilnehmerin im Kanuslalom, Melanie Pfeifer, kennenzulernen und ihr Fragen zu stellen. Die 30jährige Kanutin, die bei den Olympischen Spielen in Rio im Finale Platz 7 belegt hat, stellte sich interessiert unseren Fragen, welche sich natürlich größtenteils um Rio 2016 drehten. Besonders überrascht hat uns die Antwort auf die Frage, wieviel sie von Dopingproblemen in ihrer Sportart mitbekäme. Sie antwortete, dass sie sich relativ sicher sei, dass in ihrer Sportart kaum bis gar nicht gedopt werde, da sich Kanufahren vor allem im Kopf abspiele.

Es war außerdem sehr interessant zu hören, wie ein Tag mit einem Olympiarennen aussieht. Entgegen unserer Erwartung meinte Melanie Pfeifer, dass sich ein solcher kaum unterscheide von anderen Wettkampftagen, der Druck sei größer, aber damit könne eine so erfahrene Profi-Kanutin umgehen. Trotz einer verpassten Medaille zog sie ein positives Fazit aus dem größten Sportereignis der Welt – und wir Seminarteilnehmer/-innen haben neue Ideen für unsere Seminararbeit im nächsten Jahr gesammelt.

Vielen Dank für den Besuch!

(Adrian Hutka, Q11)

Unsere Medienscouts auf dem 2. Augsburger Begabungstag

Unter dem Motto „Nachhaltige Bildung – Bildung für Nachhaltigkeit” fand am 11. November 2016 im Rathaus der 2. Augsburger Begabungstag statt. Mit einem Fachvortrag der Bildungsinnovatorin Margret Rasfeld, mit zahlreichen Workshops und mit Angeboten zur Vernetzung erhielten sowohl Lehrende als auch Lernende einen Einblick in die Bandbreite der Bildungslandschaft. Auf dem Marktplatz der Möglichkeiten informierten die Medienscouts über das Konzept des Peer-to-peer-Teaching und über konkrete Angebote im Bereich der Medienerziehung.

(Melanie Schweizer)

W-Seminar “Ressource Wasser” im Alten Wasserwerk

Das Wasserwerk am Hochablass gilt als die erste derartige Augsburger Anlage zur Förderung und Aufbereitung von Trinkwasser. Es setzte 1878 den Grundstein für eine moderne, hygienische und zentrale Trinkwasserversorgung des Augsburger Stadtgebiets und war bis 1973 in Betrieb. Heute dient es den Stadtwerken Augsburg zur Stromerzeugung, als Technikmuseum und Informationszentrale zur Augsburger Trinkwasserversorgung. Zwei Tage nach Abgabe ihrer schriftlichen Seminararbeit konnten sich die Teilnehmer/-innen der beiden W-Seminare „Ressource Wasser” bei einer äußerst fachkundigen und interessanten Führung von der für Augsburg lange Zeit lebenswichtigen Bedeutung dieses historischen Gebäudes und seiner wassertechnischen „Innereien” überzeugen.


Herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle an Herrn Kunert von den Stadtwerken Augsburg!

(Bernd Raczkowsky)

Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Maiwald, Universität Augsburg

Die Societas Annensis e. V. gegründet 1926 lädt ein:

wann? Donnerstag, 17. November 2016, 19.00 Uhr

wo? Mensa

was? Wasser und Wein – die Bedeutung des Lesens und die Aufgaben schulischer Leseförderung

Wenn der durch seine umfängliche Forschungs- und Vortragstätigkeit international bekannte Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Deutschdidaktik am Gymnasium bei St. Anna darüber spricht, was das Lesen bedeute, so geschieht dies auch aus ehemaliger Lehrerperspektive. Seit Prof. Dr. Maiwald das Fach Deutsch selbst unterrichtet hat, denkt der Didaktiker weiter darüber nach, was Kinder und Jugendliche zum Lesen motiviert – oder auch nicht. Wie entsteht „Lust am Lesen” überhaupt? Und weshalb wird sie vielen ausgerechnet in der Schule ausgetrieben?

Der Vortragstitel „Wasser und Wein”, der in seiner prägnanten Mehrdeutigkeit etwa den empirisch zu beobachtenden Befund im Auge haben könnte, dass Eltern durchaus Lesen bei ihren Kindern wichtig finden, ohne es aber selbst zu praktizieren, macht gespannt auf einen Referenten, der nicht zu dozieren pflegt, sondern ‚Binsenweisheiten’ so humorvoll wie kritisch hinterfragt.

Lassen Sie sich diesen informativen und unterhaltsamen Abend nicht entgehen!

Gerne können Sie interessierte Mitschüler/-innen, Verwandte, Freunde und Bekannte mitbringen.

(Vorstand der Societas Annensis)

Vorlesetag für unsere 5. Jahrgangsstufe

Dazu sind unsere 5. Klassen am 18. November herzlich in die Mediathek eingeladen.

Die diesjährigen Vorleser, Herr Schwertschlager, Herr Meyr und Herr Brenner, sowie die Elternbeiratsvorsitzende Frau Günther freuen sich auf Euch!

(Dr. Sandra Schwarz)

Schüleraustausch mit Italien 2016/17: 23 Gäste aus Mirano zu Gast am “Anna”

Wir – 22 Italienischschüler/-innen der 10. Klassen und die Italienischlehrer unserer Schule – freuen uns, dass auch dieses Jahr wieder ein Austausch zwischen dem Gymnasium bei St. Anna und unserer langjährigen Partnerschule, dem Liceo Majorana-Corner in Mirano bei Venedig, stattfand. Im Gegensatz zu den Vorjahren hatten wir heuer sogar das Vergnügen, unsere Italiener/-innen zuerst hier in Augsburg zu empfangen, bevor diese uns im kommenden April in Mirano erwarten.

In der Woche vor den Allerheiligenferien konnten wir trotz der kühlen Herbsttemperaturen eine ereignisreiche und unvergessliche Zeit mit unseren Austauschpartnern/-innen verbringen. Die Ausflüge nach München und Nördlingen gehörten dabei zu den Highlights. Vor allem aber lag es uns am Herzen, unseren Gästen zu zeigen, wo und wie wir leben und wie unser Schulalltag abläuft. Die italienischen Jugendlichen waren eine Woche lang bei uns untergebracht, lernten so das Anna-Gymnasium und das Leben in unseren Familien hautnah kennen.

Natürlich zeigten wir unseren Gästen auch unsere Stadt. Besonders stolz waren wir, im wunderschönen Fürstenzimmer neben dem Goldenen Saal des Augsburger Rathauses von Herrn Köhler, dem Bildungsreferenten der Stadt Augsburg, empfangen zu werden, der unser interkulturelles Austauschprojekt würdigte und uns am Montag viele gute Wünsche für die Woche mit auf den Weg gab. Das vielseitige Rahmenprogramm der folgenden Tage ermöglichte dann nicht nur einen Einblick in geschichtliche und kulturelle Begebenheiten und Zusammenhänge, sondern nahm auch naturwissenschaftliche Vorgänge wie die Entstehung des Meteoritenkraters im Ries in den Blick. Ein besonderes Erlebnis für unsere Austauschpartner/-innen war der Besuch des Augsburger Werkes der Firma Fujitsu, die mit unserer Schule seit kurzem partnerschaftlich verbunden ist. Unsere italienischen Gäste waren sogar die ersten „Annenser/-innen”, die an einer der an die Partnerschaft gekoppelten Werksführung teilnehmen konnten. Sie freuten sich, damit einen Beitrag zu ihrem Rahmenprojekt „Schule und Beruf” zu leisten, in das der Austausch in Italien eingebettet ist.

Nachdem die Italiener/-innen also nicht nur ihre Deutsch-Kenntnisse verbessern, sondern – so hoffen wir – auch eine gute Portion an deutscher Gastfreundschaft erleben und unsere Erfahrungswelt kennenlernen konnten, freuen wir uns schon auf unsere Fahrt nach Italien im April 2017! Austausch bedeutet eben nicht nur Eintauchen in andere Kulturen, sondern auch Gemeinsamkeiten erleben, Unterschiede hinterfragen und nicht zuletzt Freundschaften schließen und pflegen. Non vediamo l’ora di rivederci!

(Laura Spickenreuther und Cornelia Böhm, 10b und 10c)

Studienfahrt des W-Seminars “Wissen ist Macht” nach Sion

Dank einer Vereinbarung mit der Universität Augsburg kann das Gymnasium bei St. Anna jedes Jahr im Oktober für eine Woche zwei Häuser der Kurt-Bösch-Stiftung nutzen. Traditionell ist es ein W-Seminar der Q 11, das von diesem Angebot Gebrauch macht, in diesem Jahr das Geschichtsseminar “Wissen ist Macht. Geschichte der Wissenschaft und Technik”.

So machten sich am Montag, den 24.10.2016, 15 Kollegiaten/-innen begleitet von Frau Schmidt und Herrn Schwertschlager auf den Weg nach Sion, die 600 Kilometer entfernte Hauptstadt des Kantons Wallis. Nach 8 Stunden Fahrt hatte Michael am Steuer die Gruppe sicher ans Ziel gebracht. Nach dem Beziehen der schönen Einer- oder Zweier-Zimmer stand das erste Abenteuer an: Es durfte gekocht werden, denn die Häuser sind auf Selbstversorgung ausgerichtet. Um es vorweg zu nehmen: Alle Essensteams haben einen tollen Job gemacht! Die reichlichen Portionen schmeckten lecker und wurden ausgiebig genossen.
Der Abend stand dann immer im Zeichen des Unterrichts, z.T bis 21.30 Uhr. Danach war immer noch genug Zeit für ausgedehnte Schachpartien, Schmökern in der mitgebrachten Fachliteratur oder den gemeinsamen Filmeabend (angeblich hat es für alle drei Teile von “Herr der Ringe” gereicht!).
Nach dem Frühstück stand zunächst eine Arbeitsphase auf dem Programm, der Nachmittag war dann für Exkursionen vorgesehen: Am Dienstag nach Sion mit Stadtführung (es regnete in Strömen), am Mittwoch zum Grab Rilkes nach Raron (es regnete in Strömen) und am Donnerstag zur Abtei St. Maurice, zum Schloss Chillon am Genfer See und – auf Wunsch des Chefs – zur Freddie-Mercury-Statue in Montreux (strahlender Sonnenschein bei über 20°).
Am Freitag stand nach dem Frühstück noch Großreinemachen auf dem Programm, dann ging es zurück nach Augsburg. Punkt 17.00 Uhr hielt der Bus am Annastein, sanken die Kollegiaten/-innen erschöpft in den Arme ihrer Eltern – und freuten sich alle Beteiligten nach den Anstrengungen dieser Woche auf die verdienten Ferien!
Fazit: Es war eine tolle Woche mit einer guten Mischung aus Arbeit, Ausflügen und Freizeit und einer sehr überzeugenden Teamleistung der Seminarteilnehmer/-innen. Somit gilt auch für die nächsten Jahre: Sion ist eine Reise wert!

(P. Schwertschlager)

Gymnasium bei St. Anna Augsburg - seit 1531