Aus Tradition modern

in necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

FCAnna-Nachwuchs trumpft wieder auf

Wiederholung des Vorjahreserfolgs: Zweiter Platz bei der Augsburger Stadtmeisterschaft für Jungen II

Unser Fußballteam Jungen II erreichte mit neuen Trikots, die dankenswerterweise von Gardinen Vetter gespendet wurden, bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft wie im Vorjahr einen hervorragenden zweiten Platz. Als Gruppenzweiter der Vorrunde, in der es lediglich eine Niederlage gegen den späteren Turniersieger gab, wurde im Halbfinale das Gymnasium bei St. Stephan im Elfmeterschießen geschlagen. Nach regulären 30 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Im Finale bot unsere Mannschaft einen großen Kampf und unterlag der Heinrich-von-Buz-Realschule, die Partnerschule des großen FCA ist, unglücklich mit 1:2.

Wir gratulieren unseren Jungs zur Vizemeisterschaft! Und sagen vielen Dank an Gardinen Vetter!

(Martin Brenner)

Ein halbes Jahr im Friedensdorf International

Das Friedensdorf International hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur vorübergehenden medizinischen Versorgung nach Deutschland zu holen, wenn ihnen in ihrer Heimat nicht ausreichend geholfen werden kann. Die Kinder werden kostenlos in Krankenhäusern in ganz Deutschland behandelt und wohnen während der Rehabilitationsphase in der Heimeinrichtung des Friedensdorfes in Oberhausen. Im Anschluss werden alle Kinder wieder zu ihren Familien in ihre Heimatländer zurückgebracht, wo sie bei Bedarf noch weiterhin vom Friedensdorf mit Medikamenten und Verbandsmaterial versorgt werden. Neben dieser Einzelfallhilfe unterstützt das Friedensdorf durch Projektarbeit verschiedene Länder bei der Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und will durch friedenspädagogische Arbeit in Deutschland soziales Bewusstsein und Engagement fördern. Dabei besteht die Möglichkeit von Praktika, wie Lea Müller, ehemalige Annenserin, eines absolviert hat. Ihren Erfahrungsbericht stellt sie unserer Schule zur Veröffentlichung zur Verfügung.

Frieden – ein großes Wort. Doch in Deutschland mussten wir uns als Kinder wenig Gedanken darüber machen. Frieden im Heimatland – das wünschen sich die Friedensdorfkinder ebenso, wie natürlich wieder gesund zu Mama und Papa heimzukehren. Denn jedes Kind im Friedensdorf hat seine eigene Geschichte zu erzählen, die es aus seiner Heimat für mehrere Monate zur medizinischen Behandlung nach Deutschland führt. Ich bin hier an einem einzigartigen Ort gelandet und werde im nächsten halben Jahr Erfahrungen sammeln, die man in dieser Art nur hier machen kann. Mit den ersten Sonnenstrahlen mache ich mich auf den Weg zu den Häusern „Rot 1-3″, wo die kleinsten unserer Schützlinge wohnen. Kaum öffne ich die Türe, klammern sich die Kleinen an meine Beine und begrüßen mich stürmisch. Diese ehrlich gemeinte Freude der Kinder darüber, dass ich komme, und ihr „Lea, du viele gutie“ (was im Friedensdorf so viel heißt wie: Du bist lieb) zeigen mir jeden Tag aufs Neue, warum meine Arbeit hier so wichtig ist. „Eins – zwei – drei – FRIIIIIIEDEEEEEN!! Guten Appetit – danke!“, rufen rund 150 Kinder vor jedem Essen als religionsneutrales Tischgebet durch den Speisesaal des Friedensdorfes. Mich bewegt dieser Moment immer wieder. Die Welt wirkt so klein, wenn sich alle Kinder aus Zentralasien und Afrika und mittendrin noch die deutschen und japanischen Mitarbeiter an den Händen halten. Das gemeinsame Essen zeigt mir jedes Mal auf besondere Weise, wie einfach und kinderleicht Frieden sein kann. Kinder haben keine Vorurteile, sie schauen nicht auf Hautfarbe oder körperliche Einschränkungen. Davon können Erwachsene noch viel lernen. Ein kleiner Junge bringt einem anderen seine Flüssignahrung und mir gegenüber beobachte ich ein kleines Mädchen, das ganz selbstverständlich und ohne darüber nachzudenken ein zweites Brot schmiert und ihre ältere Freundin damit füttert, weil diese keine Hände hat. Klein und Groß hilft sich gegenseitig und gemeinsam schafft man hier alles.

Nach dem Essen laufe ich über den Dorfplatz und höre von überall her lautes Lachen, denn das kann wirklich jedes Kind im Friedensdorf. Die Lebensfreude ergreift und erfüllt jeden und man ist fasziniert von der Unbeschwertheit der Kinder. Außenstehende fragen sich oft, ob die Kinder nicht deprimiert über ihre Krankheiten sind. Doch wer auch nur einmal einen Fuß ins Friedensdorf setzt, wird sehen, dass die Kinder viel zu sehr damit beschäftigt sind, ihr Leben zu genießen, glücklich zu sein und der Krankheit einfach keinen großen Platz im Leben zuzugestehen. Trotzdem ist es mittlerweile an der Zeit, ein paar Kinder in die Reha zu bringen, wo Verbände gewechselt und Wunden versorgt werden und im Nebenraum kräftig bei der Krankengymnastik trainiert wird. In der Zwischenzeit kümmere ich mich mit den Mitarbeitern und den anderen Praktikanten um die Kinder: Wir malen, basteln, spielen, machen Musik, gehen auf den Spielplatz oder in die Turnhalle und manchmal machen wir sogar einen Spaziergang, gehen schwimmen oder backen Plätzchen und Muffins. Für die etwas Größeren gibt es zum einen das Lernhaus, wo sie Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, zum anderen wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern eine Holzwerkstatt und eine Nähstube betrieben, wo die Kinder handwerkliche Fähigkeiten, die in den Heimatländern sehr wichtig sind, erwerben können.

Nach meiner Schicht bin ich ganz schön geschafft, aber trotzdem setzte ich mich noch zu ein paar angolanischen Mädchen, die sich die bunteste Wolle in ihre Haare einflechten und damit wunderschöne Frisuren kreieren. Mir scheint die Sonne ins Gesicht und ich höre aus dem CD-Player das Lieblingslied der Friedensdorfkinder und habe das Gefühl angekommen zu sein:

„Glaub mir irgendwann

Wird die Liebe regieren

Wir haben nichts mehr zu verlieren

Die Zeit lässt die Wunden heilen

Du bist genau wie ich und nicht allein

Ich bin nah bei dir, gemeinsam schaffen wir Großes hier [ … ]

Komm wir bring’n die Welt zum Leuchten

Egal woher du kommst

Zu Hause ist da, wo deine Freunde sind

Hier ist die Liebe umsonst!“

Das Friedensdorf bietet jungen Menschen die Möglichkeit eines Praktikums im Heimbereich, in der Reha, dem Lernhaus, der Küche, dem Bildungswerk, der Öffentlichkeitsabteilung, dem Fahrdienst und in der Hausmeisterei. Praktikanten sollten mindestens drei Monate (im Heimbereich und in der Reha mindestens sechs Monate) Zeit mitbringen und erhalten auf dem Gelände in einer WG mit den anderen Freiwilligen freie Kost und Logis. Das Friedensdorf freut sich auf euch! Weitere Informationen findet ihr unter https://www.friedensdorf.de/Praktikum.html

Der Transport der Kinder aus ihren krisengeschüttelten Heimatländern zur medizinischen Versorgung in Europa, ihre Unterbringung, Verpflegung und Betreuung, orthopädische Hilfsmittel – all das ist nötig, um effektive Hilfe für die jungen Opfer von Kriegen und Krisen zu leisten. Um dies zu tun, braucht es neben Idealismus vor allem eines – es braucht Geld. Das Friedensdorf wird fast ausschließlich aus Spenden finanziert. Dieses Geld kommt erfahrungsgemäß nicht durch einige wenige Großspenden zusammen. Es sind die zahlreichen kleineren Spenden, die diese Arbeit ermöglichen. Daher ist jeder Spendenbetrag willkommen. Jeder Euro wird gebraucht! https://www.friedensdorf.de/Spenden.html

(Lea Müller, ehemalige Annenserin, Abiturjahrgang 2015)

Einladung zur Lesung von Marianne Ach

Zur bevorstehenden Lesung der Münchner Autorin in Jahrgangsstufe 9 lädt die Fachschaft Deutsch alle Interessierten herzlich ein!

Am geschichtsträchtigen 9. November (9.45-11.15 Uhr) wird Marianne Ach aus ihrem Buch „Der Blechsoldat“, das die NS-Zeit problematisiert, vortragen. MIt dieser Veranstaltung wird unser frisch renovierter Vortragssaal eingeweiht.

(Dr. Sandra Schwarz)

Transalp ‚verleiht Flügel‘

Unter diesem Motto steht der diesjährige Präsentationsabend des P-Seminars von Herrn Sixt, zu dem die Teilnehmer/-innen als Veranstalter/-innen herzlich einladen:

wann? Donnerstag, 20.10.2016, 19 Uhr

wo?    Mensa des Gymnasiums bei St. Anna

LMUNA 2016

Vom 7.-9. Oktober nahm eine sechsköpfige Delegation des Gymnasiums bei St. Anna in Begleitung von Frau Weggel an der Model United Nations-Konferenz LMUNA in Arnheim (Niederlande) teil.

Diese begann für uns am Freitagvormittag mit einer Exkursion, bei der wir die Geschichte des Zweiten Weltkrieges vor Ort erleben konnten: Wir besuchten die Kriegsschauplätze der Operation Market Garden, bei der die Alliierten einen schnellen Vorstoß ins Deutsche Reich zu erlangen suchten. Besonders beeindruckend fanden wir den Besuch der Luftlandeplätze und des Airborne Museum, in dem die Schlacht um Arnheim in Ausschnitten realistisch nachgestellt wird.

Nach der Eröffnungsfeier begann für uns der Alltag als Diplomaten/-innen der nordafrikanischen Republik Tunesien. Unsere Aufgabe bestand nun darin, die Interessen und Ansichten unseres Landes beim Erstellen von Resolutionen und deren Verhandeln zu vertreten. Nun mussten wir zeigen, dass wir schwierige globale politische Themen verstehen und die Meinung unseres Landes auf Englisch verlautbaren können. Aktuelle Themen wie Schutz der Pressefreiheit, Prävention von Radikalisierung, Gleichstellung der Frau in politischen Ämtern oder Errichtung von Schulsystemen in ehemaligen Kriegsgebieten, die sich dem Leitthema „Fortifying the Middle East, aligning global perspectives“ unterordneten, standen auf der Tagesordnung.

Darüber hinaus war LMUNA 2016 ein wunderbares Erlebnis für alle Beteiligten, da die Konferenz sehr gut organisiert war und wir neben der intensiven, ertragreichen Arbeit in den simulierten Komitees Schüler/-innen aus verschiedenen Ländern Europas kennenlernen und uns mit ihnen austauschen konnten.

Zuletzt möchte ich hinzufügen, dass ich sicherlich auch Bedenken vor meiner ersten Konferenz LMUNA 2016 hatte, mich fragte, ob ich mit dem dortigen Niveau mithalten könne, besonders bezüglich des Englischen als Einheitssprache. Im Nachhinein kann ich aber nur jedem, der sich ansatzweise für politische Themen interessiert, Spaß am Debattieren hat oder seine Fertigkeiten im Umgang mit der englischen Sprache verbessern will, die Teilnahme an einer MUN-Konferenz nahelegen.

(Raphael Friedrich, Q 11)

Dänemark-Austausch 2016

Modern, aufgeschlossen und gastfreundlich erlebten sieben Schülerinnen aus der Q12 unser nördliches Nachbarland während des Austauschs mit der Partnerschule in Birkerød, einem Vorort von Kopenhagen, in Kooperation mit dem Leonhard-Wagner-Gymnasium Schwabmünchen.

Wir haben gesehen, wie Schule weitgehend ohne Papier funktioniert und wie ungeschriebene Regeln für ein friedliches Zusammenleben in einer Schulgemeinschaft sorgen können. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich während einer Hafenrundfahrt und bei der QR-Code-Rallye dann auch Dänemarks Hauptstadt von ihrer besten Seite.

Nach einer wunderbaren Woche vom 3. bis 9. Oktober 2016 bleiben viele schöne Erinnerungen, neue Freundschaften und der gute Vorsatz, ein bisschen mehr „hygge“ in den Alltag zu Hause einzubauen.

(Anna Schreiber)

Benefiz-Konzert der Musica Annensis – ein fesselnder Abend für alle Sinne

Die stets spannungsgeladene Atmosphäre bei einer Krimilesung wird noch intensiver, je mehr sich die Krimiwelt mit der Realität des Publikums überschneidet. Wenn sich all das Schauerliche also nicht in abgelegenen schwedischen Wäldern, sondern direkt vor der eigenen Haustür abspielt, ist man als Zuhörer/-in ganz anders involviert. Wie der Titel der Krimi-Anthologie „Tatort Schwaben“, aus der Bernhard Jaumann am 7. Oktober 2016 im Rokokosaal der Regierung von Schwaben seine Kurzgeschichte „Vom Himmel ein Stück“ zum Besten gab, bereits anlauten lässt, fährt diese Geschichte einem Augsburger Publikum besonders in die Glieder, da es das Verbrechen am Unteren Lech im Geist genau mitverfolgen kann.

Dies Lesung war auch insofern besonders, als die Hörproben sich mit kammermusikalischen Beiträgen der Musica Annensis – einer Kammermusikgruppe bestehend aus ehemaligen Schülern/-innen des Gymnasiums bei St. Anna und zusammengehalten von ihrem früheren Lehrer Heinrich Ding – abwechselten und so die Spannung durch die positive Energie der Musik zwar gelockert, durch die Hinauszögerung der Auflösung aber noch verstärkt wurde.

Nach einem Streichquartett von Joseph Haydn und einem Flötenquintett von Andreas Romberg schloss die Musica Annensis den Abend mit einer beeindruckenden Interpretation des Klavierquintetts von Robert Schumann.

Der Abend war allerdings nicht nur für den Kunstgenuss des Publikums bestimmt, sondern als Benefizveranstaltung für die Augsburger Flüchtlings- und Integrationsinitiative Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e.V. angelegt, die seit Jahren in diesem Bereich mit innovativen und vorausschauenden Ideen aktiv ist und Konzepte entworfen hat, die bereits von anderen Städten übernommen wurden. So nahm die Veranstaltung nicht nur für Tür an Tür mit knapp 700 Euro Spenden einen erfreulichen Ausgang, sondern war für die zahlreich erschienenen Gäste ein fesselnder und lebendiger Abend, der vor allem durch das Engagement der Mitwirkenden begeisterte.

(Felicitas Mayer, Violoncello, Abitur 2014)

Mediencamp 2016 in Tutzing

70 Medienscouts aus ganz Bayern trafen sich am 6. und 7. Oktober in der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Vernetzung und Erfahrungsaustausch standen im Zentrum der Jugendtagung. In zahlreichen Vorträgen und Workshops zu Themen wie „Hate-Speech vs. Respekt im Netz“, „Digitale Tools für mehr Jugendbeteiligung“ oder „Smartphone-Rallyes in der Schule“ erhielten die Medienscouts unserer Schule neue Impulse für ihre praktische Arbeit.

(Melanie Schweizer)

Lerntechniken – von Schülern für Schüler

Fünf Schulstunden am Stück Lerntechniken, das klingt erst einmal fürchterlich dröge – war es aber nicht! Denn die acht Mitglieder des P-Seminars „Lerncoach“ (Anna Bayburina, Marie Frolov, Stefanie Gleber, Patricia Mellenthin, Vera Nebel, Fenja Schaupp, Martin Stoll, Edith Swoboda) hatten sich einiges einfallen lassen, um den Vormittag des 5.Oktober 2016 für die 28 Schüler/-innen der 10a möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Basics zur Lernphysiologie, Mnemotechniken, Lesetechniken, Umgang mit Prüfungsangst, Entspannungsverfahren, Möglichkeiten der Motivation – all das wurde nicht nur theoretisch besprochen, sondern in praktischen Übungen für die angehenden Oberstufen-Schüler/-innen erfahrbar gemacht. Selbst für gesunde Ernährung in Form von frischem Obst und Gemüse-Dips war gesorgt. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele verschiedene Lern- und Arbeitsweisen in den nächsten Wochen von den Zehnklässlern/-innen aktiv ausprobiert und eingeübt werden.

(Markus Prummer)

Gymnasium bei St. Anna Augsburg - seit 1531